Panikartiger Ausverkauf an den Aktienmärkten – Kursentwicklung bei Vectron koppelt sich von der Geschäftsentwicklung ab

August 10th, 2011

Senkrecht ins Nichts fallende Aktiencharts, Kursverluste im zweistelligen Prozentbereich innerhalb weniger Handelstage bei allen Indizes, einschließlich des DAX: Das haben auch erfahrene Börsianer noch nicht oft gesehen. Insgesamt erinnert das Desaster an den Weltbörsen an Anfang 2009, als im Zuge der beginnenden weltweiten Finanzkrise die Aktienkurse auf breiter Front dramatisch einbrachen. Bei rund 420 Punkten steht der Entry Standard Index aktuell, damit hat der Entry Standard Index, in dem auch die Vectron-Aktie gelistet ist, seit Anfang Mai innerhalb von nur drei Monaten rund 30 % eingebüßt!
Obwohl die Analysten von M.M.Warburg, Hamburg, und Close Brothers Seydler, Frankfurt, den "fairen Wert" der Vectron-Aktie bei über 20 Euro sehen und auch die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im laufenden Jahr weitgehend den Prognosen von Warburg Research entsprach, so konnte sich natürlich auch die Vectron-Aktie dem aktuellen Kursdesaster an den Weltbörsen nicht entziehen.
Bereits Ende 2008 und Ende 2009 war die Vectron-Aktie im Zuge der allgemein schlechten Marktverfassungen in die 10-Euro-Region "abgetaucht". Mutige Anleger griffen bei diesen Gelegenheiten zu und aufgund ihrer Substanzstärke legte die Vectron-Aktie in beiden Fällen innerhalb weniger Wochen um 30 bis 60 % zu, nachdem sich die Märkte wieder beruhigt hatten.
Die Vectron-Aktie notiert hinsichtlich ihrer Performance sehr deutlich über dem Index, so wie durchgängig seit Emission im Märtz 2007. Allerdings ist zu beobachten, dass insbesondere die "guten" Aktientitel mit vergleichsweise hohen Handelsumsätzen in extrem schwierigen Marktphasen überdurchschnittlich häufig verkauft werden, und dies trotz plangemäß laufenden operativen Geschäfts und wesentlich höherer Analystenbewertungen, da aufgrund der Handelsumsätze in der Aktie hier ein Ausstieg für den Investor überhaupt noch möglich ist. Oftmals leiden im Gegensatz dazu die "vergessenen" Aktien mit niedrigen Handelsumsätzen weniger unter solchen Situationen, da aufgrund jener niedrigen Handelsumsätze ein Ausstieg faktisch kaum möglich ist.
Umgekehrt ist es allerdings so, wie die o.g. Beispiele in der Historie der Vectron-Aktie zeigen, dass die "guten" Werte mit hohen Handelsumsätzen auch als erste wieder gekauft werden, wenn sich die Situation wieder normalisiert hat, und dann auch überdurchschnittliche Zuwächse zu verzeichnen haben.
Bedenkt man, dass bei einem aktuellen Kurs von rund 10,80 Euro alleine über 4,50 Euro je Aktie durch die Bargeldreserve abgedeckt sind, so wird das Ausmaß der aktuellen Unterbewertung offensichtlich.
Aktienchartchart 08 2011
 
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